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Über 20.000 Fälle von Masern in Italien
Stand: Juni 2002

Eine der größten Masern-Epidemien seit mehr als 30 Jahren wird zur Zeit in Italien registriert. Vor allem in der Provinz Campania ist es zu einer außerordentlichen Häufung der Erkrankung gekommen. Neapel ist besonders betroffen. Drei Kinder sind bereits an den Folgen von Masern gestorben. In den Krankenhäusern werden viele Patienten behandelt, die mit einer Entzündung des Gehirns (Enzephalitis) oder anderen schweren Komplikationen als Folge einer Masern-Virus Infektion eingeliefert wurden. "Hauptgrund hierfür sind die sehr schlechten Durchimpfungsraten - im Süden des Landes gibt es Gebiete mit einer Quote von weniger als 50%", so Dr. Donato Grecco von der staatlichen Gesundheitsbehörde in Rom.

Übertragen wird das Virus durch Tröpfcheninfektion von Mensch zu Mensch. Typisch für Masern ist der Hautausschlag, der sich über den ganzen Körper ausbreiten kann. Häufig kann es auch zu einer Lichtempfindlichkeit und erhöhtem Tränenfluss der Augen kommen. Wenn die Krankheit ohne Komplikationen verläuft, verschwinden die Beschwerden in der Regel nach etwa 2 Wochen wieder. Doch nicht selten kommt es zu Komplikationen wie Mittelohrentzündungen und in schlimmeren Fällen zu der gefürchteten Masern-Enzephalitis (Gehirnentzündung), die auch tödlich enden kann.

Laut Angaben des Robert Koch-Institutes (RKI) in Berlin kommt ein Todesfall auf ca. 2.000 Erkrankungen. Da das Virus hochansteckend ist, kommt es immer wieder zu Epidemien in Gegenden mit zu geringer Impfquote. Masern sind nicht nur eine Kinderkrankheit. Auch Erwachsene, welche die Erkrankung in der Kindheit nicht durchgemacht haben oder nicht geimpft sind, können an Masern erkranken. Die Krankheit verläuft bei Erwachsenen oftmals schwerer als bei Kindern. Ungeimpfte Touristen, die in betroffene Gebiete nach Italien reisen, sollten sich unbedingt impfen lassen.

Quelle: fit-for-travel, Tropeninstitut der Univ. München
 

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