Vogelgrippe in Südostasien : 10 neue Erkrankungen in Vietnam
Stand: 19. März 2005
Am 11. März meldete das vietnamesische Gesundheitsministerium zehn neue Erkrankungsfälle der Vogelgrippe. Zehn Personen hatten sich nachweislich mit dem Vogelgrippevirus Influenza A (H5N1) infiziert. Drei dieser Patienten sind bereits an den Folgen der Infektion gestorben.
Unklar ist bislang, ob sich die Erkrankten durch infiziertes Geflügel oder an erkrankten Menschen angesteckt haben. Diese Frage wird noch von den örtlichen Gesundheitsbehörden untersucht.
Seit Januar 2004 treten verstärkt menschliche Erkrankungsfälle an Vogelgrippe auf. Betroffen sind neben Vietnam vor allem Thailand und Kambodscha. Die Vogelgrippe ist jedoch in ganz Südostasien verbreitet. Daher schätzt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) das Risiko einer erneuten weltweiten Influenzapandemie derzeit als hoch ein.
Vogelgrippe-Viren, wie beispielsweise das Virus vom Typ H5N1, können durch engen Kontakt mit Geflügel aller Art wie z.B. Hühnern oder Enten auf den Menschen übertragen werden, sowohl von lebendem wie von totem Geflügel. Auch der Genuß von Eiern, die nicht ausreichend gekocht sind, kann zur Infektion führen.
Reisende nach Südostasien, insbesondere nach Vietnam, Thailand, Kambodscha, sollten daher den Kontakt mit lebendem oder totem Geflügel auf Märkten und in öffentlichen Verkehrsmitteln meiden und nur durchgegartes Geflügel und ausreichend gekochte Eier und Eierspeisen essen. Vorsicht bei Desserts.
(Quelle : fit for travel)