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Chikungunya auf La Réunion
Stand: 27. Februar 2006

Seit vorigem Jahr ist die Aktivität des Erregers des Chikungunya-Fiebers erhöht und ist durch die Regenzeit nochmals drastisch angestiegen. Auslöser sind Viren, die durch tag- und nachtaktive Moskitos übertragen werden.
Besonders betroffen ist vor allem La Réunion, daneben auch andere Inseln im Südwesten des Indischen Ozeans wie die Seychellen.
Nach statistischen Hochrechnungen der WHO sind in La Réunion seit März 2005 möglicherweise rund 110.000 Personen an Chikungunya erkrankt und die Tendenz ist aufgrund der Regenzeit und der damit verbundenen starken Regenfälle weiter steigend. Die WHO rechnet derzeit mit mehreren tausend Neuerkrankungen pro Woche.
Mauritius meldete nach einem trockenen Dezember wesentlich weniger Erkrankungen.
Inzwischen wurden auch bei französischen Reiserückkehren Erkrankungsfälle nach Aufenthalt auf den Inseln im Südwesten des Indischen Ozeans festgestellt.

Erkrankung: Chikungunya wird durch Viren verursacht, die durch tag- und nachtaktive Mücken übertragen werden. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch ist daher nicht möglich. Mit Zunahme der Brutmöglichkeiten für die Moskitos steigt auch die Zahl der Mücken und das Übertragungsrisiko.
Nach einer Inkubationszeit von 2-3 Tagen, in einzelnen Fällen bis 12 Tagen beginnt die Erkrankung mit hohem Fieber, einer Hautrötung evt. am ganzen Körper und starken Muskel- und Gelenkschmerzen, die etwa 1 Wochen anhalten. In der Regel ist der Verlauf gutartig und heilt ohne Komplikationen und vollständig aus; in Einzelfällen kann es jedoch zu schweren Verläufen mit Beteiligung des zentralen Nervensystems und u.U. auch zum Tod kommen. Eine ursächliche Behandlung ist nicht möglich, es können lediglich die Beschwerden gelindert werden.

Vorbeugung: Eine vorbeugende Impfung oder Einnahme von Medikamenten gibt es nicht. Entscheidend ist der Mückenschutz, der jedoch tags wie nachts durchgeführt werden muss:
mückenfreie Aufenthaltsräume, imprägnierte Moskitonetze, die Haut bedeckende, am besten zusätzlich imprägnierte Kleidung, mückenabweisende Lotio oder Creme auf die freie Haut.
 

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