Dengue-Fieber: vermehrtes Auftreten in Südamerika und in Malaysia
Stand: 18. April 2007
Aus Südamerika wie auch aus Malaysia werden vermehrt Dengue Fieber-Erkrankungen gemeldet. In Südamerika sind vor allem die Länder Paraguay, Venezuela, Bolivien, Argentinien und Uruguay betroffen, am stärksten Brasilien. In Malaysia ist es vor allem die Provinz Selangor und das Federal Territory um die malayische Hauptstadt
In beiden Kontinenten ist die Ursache eine entsprechend starke Ausbreitung der Überträgermücke Aedes aegypti.
Das Dengue-Fieber (engl. Dandy fever, break bone fever) ist das weltweit am häufigsten vorkommende hämorrhagische Fieber. Es ist eine Virusinfektion, die von tag- und nachtaktiven Moskitos übertragen wird.
Nach einer Inkubationszeit (Zeit zwischen Infektion und Ausbruch der Erkrankung) von 3 bis 7 Tagen kommt es beim Dengue-Fieber üblicherweise zu plötzlichem Fieber, Kopfschmerzen, starken Muskel- und Gliederschmerzen ("Knochenbrecherkrankheit") und mitunter zu einem flüchtigen Ausschlag.
Man unterscheidet bei den Dengue-Viren 4 verschiedene Serogruppen.
Ernste Verlaufsformen, die zur Blutungsneigung (hämorrhagisches Dengue) und zum Dengue-Schocksyndrom führen können, werden insbesondere bei wiederholter Infektion beobachtet, wenn sich der Betroffene das 2.Mal mit einem jeweils anderen Serotyp infiziert hat. Diese schweren Verlaufsformen treten am häufigsten bei dort einheimischen Kindern auf .
Vorbeugung:
Die wichtigste und einzige Vorbeugung für Reisende ist ein guter Mückenschutz: hautbedeckende, evt. imprägnierte Kleidung, imprägnierte Mückennetze, Klimaanlage, mückenabweisende Cremes oder Lotionen oder Sprays, Insektizidspray für den Wohnraum!
Eine Impfung für Reisende ist leider noch nicht möglich.
Quelle : fit-for-travel