Chikungunya in Italien
Stand: 07. September 2007
Wie das Auswärtige Amt aktuell berichtet, wurden seit Anfang Juli 2007 in der Region Emilia-Romagna mehr
als 100 Fälle von Chikungunya - Fieber gemeldet, beschränkt bisher auf die Provinz Ravenna.
Die Diagnose wurde durch das nationale Viruslabor in Rom bestätigt.
Die Erkrankung wird durch ein Virus verursacht und durch die tagaktive sog. Asiatische Tigermücke
(Stegomyia albopicta) übertragen, die seit ca. 5 Jahren im nördlichen Italien heimisch geworden ist.
Krankheitssymptome sind plötzliches hohes Fieber, schweres Krankheitsgefühl, Schüttelfrost, Kopf-,
Glieder- und oft symmetrische Gelenkschmerzen. Nach wenigen Tagen kommt es zum Fieberabfall und Auftreten
eines Hautausschlags.
Die Inkubationszeit beträgt durchschnittlich 2-3 ( gesamt 1-12) Tage.
Die Gelenkbeschwerden können in seltenen Fällen über Monate anhalten.
Komplikationen: Sehr selten wird über eine gesteigerte Blutungsneigung oder ernste, vor allem neurologische Komplikationen wie Hirn- und Hirnhautentzündungen berichtet, letzteres in der Regel bei medizinisch vorbelasteten Personen oder Neugeborenen.
Vorbeugung:
Moskitobekämpfungsmaßnahmen wurden seitens der italienischen Behörden eingeleitet. Der Schutz vor Mückenstichen (Repellentien, lange Kleidung, am besten imprägniertes Moskitonetz) ist die einzig mögliche Prävention
Therapie:
Es ist nur eine symtomatische Behandlung möglich, eine Impfung gibt es nicht.
Ebenso gibt es keine vorbeugende Impfung.
Quelle: Auswärtiges Amt, Sept. 2007